Brandschutz & Krisenvorsorge
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Feuerwehrfahrzeuge benötigen ausreichend breite, befestigte und ständig freie Zufahrten und Aufstellflächen. Hindernisse oder falsch geparkte Fahrzeuge können verhindern, dass Einsatzmittel das Gebäude erreichen oder sicher aufgestellt werden.
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Nein. Heizkörper sind für die dabei auftretenden dynamischen Lasten nicht geeignet. Ein Selbstrettungssystem würde einen zuvor vorbereiteten, geeigneten Festpunkt benötigen und müsste für alle Personen in der Wohnung zur Verfügung stehen. Es müsste in mehreren Räumen auf verschiedenen Hausseiten vorbereitet sein, da die sich rettenden Personen bei einem Brandereignis in einem tieferen Geschoss mit dem Selbstrettungssystem die aus Fenstern oder Balkonen austretenden heißen und giftigen Rauchgase und Flammen durchqueren müssten.
Von solchen Lösungen wird grundsätzlich abgeraten, sie sind lebensgefährlich!
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Strickleitern oder Rettungsseile als Rettungsweg aus höheren Geschossen sind eine lebensgefährliche Illusion! In Abschnitt 4 des Artikels erfahren Sie, dass die Rettung über die Hochhausfassade ohne professionelle Ausbildung, ständige Übung und Ausrüstung zum Absturz führt. Nutzen Sie stattdessen die baulichen Schutzvorkehrungen, die in Teil 1 der Artikelserie Feuer im Hochhaus erklärt werden.
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Eine solche Rettung setzt unter anderem eine rechtzeitig verfügbare Höhenrettungsgruppe, einen schnellen Dachzugang und zuverlässige Abseilpunkte auf dem Dach voraus. Rauch und Hitze erfordern zudem sogar Atemschutz und hitzebeständige Seile. Am Fenster muss dann eine möglicherweise panische oder verletzte Person in sehr kurzer Zeit gesichert werden; praktisch sind diese Voraussetzungen nicht gegeben.
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Nein. Auch innerhalb der zugelassenen Einsprunghöhe ist eine verletzungsfreie Landung nicht sicher gewährleistet. Der Erfolg hängt sehr von der Fallhöhe ab und wie und an welcher Stelle die Person auf das Sprungpolster auftrifft.
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Das bei deutschen Feuerwehren hauptsächlich vorgehaltene Sprungpolster SP16 ist für Einsprunghöhen bis 16 Meter geeignet. Dafür wird eine freie, ebene Fläche von ca. 4 mal 4 Metern ohne Scherben, spitzen Gegenständen oder anderen Hindernissen benötigt.
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Vereinzelt gibt es Fahrzeuge, die höher als klassische Drehleitern reichen. Bei Hochhäusern fehlen jedoch in der Regel die baulichen Voraussetzungen für solche Rettungsgeräte, weil das Rettungskonzept auf den baulichen Treppenräumen beruht. Daher kann ihr Einsatz auch dann unmöglich sein, wenn ein solches Fahrzeug verfügbar ist.
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Der Einsatz einer Drehleiter hängt unter anderem von geeigneten Zufahrten, Aufstellflächen, anleiterbaren Fenstern oder Balkonen und den Wetterbedingungen ab. Außerdem kann der Rettungskorb nur eine begrenzte Zahl von Personen aufnehmen. Als Ersatz für sichere bauliche Rettungswege ist die Leiter deshalb keine Alternative; der Weg durch den Treppenraum ist sicherer und wesentlich effizienter.
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Einsatztrupps führen Hauben für zu rettende Personen mit. Diese verfügen entweder über einen Kohlenstoffmonoxidfilter oder werden an die Atemluftversorgung der Feuerwehr-Einsatzkräfte angeschlossen.
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Ein besonders geschützter Feuerwehraufzug unterstützt den Transport von Einsatzkräften und Material in höhere Geschosse. Im Brandfall kann ihn nur noch die Feuerwehr steuern; den Bewohnern steht er dann nicht zur Verfügung.
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Die qualitative Messung ist schon mit relativ preiswerten CO2-Messgeräten möglich. Geräte mit einer Ampelanzeige für die Konzentration signalisieren den Zeitpunkt für effektives Stoß- oder Querlüften mit einem gut wahrnehmbaren und einfach verständlichen optischen Signal.
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Wenn das bauliche Abschottungsprinzip funktioniert, müssen in der Regel nicht alle Bewohner evakuiert werden. Meist räumt die Feuerwehr zunächst die Brandetage und kontrolliert abhängig vom Brandereignis zusätzlich darüber- und darunterliegende Etagen/Wohnungen.
Genaue Details zum richtigen Verhalten erfahren Sie im Abschnitt "2. Vorbereitung & Verhalten" im verlinkten Fachartikel.
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Die Feuerwehr führt Löschangriff und Menschenrettung in erster Linie über den baulichen Treppenraum durch. Ist kein Feuerwehraufzug verfügbar, tragen die Einsatztrupps das Einsatzgerät durch den Treppenraum nach oben. Mit Atemschutzgeräten durchsuchen sie die vom Brand betroffenen Etagen und Wohnungen nach Personen und Tieren und bekämpfen den Brand.
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Wenn man den Notruf 112 wählt, eilt es. Die eigene Aufregung ist meist groß. Doch gerade jetzt heißt es, Ruhe bewahren, damit alle wichtigen Informationen schnell in der Einsatzzentrale erfasst werden können.
Hier gibt die Berliner Feuerwehr Hinweise zum Ablauf eines Notrufgespräches.
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In akuten Notfallsituationen ruft man über die 112 die Feuerwehr zur Hilfe. Aber was können Menschen mit einer Sprach- und/oder Hörbeeinträchtigung machen, für die die Benutzung des Telefons ein Problem darstellt?
Für diese Menschen gibt es "nora", die offizielle Notruf-App der Bundesländer.
Die Berliner Feuerwehr bietet zusätzlich noch ein Notfall-Fax für die Übermittlung des Notrufes an.
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Nicht in jeder Notlage ist die 112 die richtige Telefonnummer!
Den Notruf 112 wählt man in der Regel selten und wenn, dann ist die Aufregung meist groß. Die 112 ist für akute Notfallsituationen, wie z.B. Brände, Unfälle und lebensbedrohende medizinische Notfälle gedacht.
Hier gibt die Berliner Feuerwehr Hinweise, wann welche Nummer die richtige ist.
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In der Wohnung bleiben, Wohnungstür schließen. Rufen Sie die Feuerwehr (112). Innentüren schließen und in einen rauchfreien Raum gehen. Türspalten mit nassen Tüchern abdichten. Wenige Atemzüge Brandrauch sind tödlich. Teilen Sie der Feuerwehr unter 112 genau mit, wo Sie sich befinden und wie viele Menschen bei Ihnen sind. Die Einsatzzentrale gibt diese Angaben an die anrückenden Einsatzkräfte weiter. Machen Sie sich gegebenenfalls zusätzlich am Fenster bemerkbar und achten Sie auf Signale der Rettungskräfte im Flur.
Details erfahren Sie im Abschnitt „2. Vorbereitung & Verhalten“ des Fachartikels und schauen Sie sich auch den verlinkten YouTube-Film „Brand im Treppenraum“ an.
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Melden Sie Manipulationen oder Schäden an Brandschutzeinrichtungen schriftlich per Brief oder E-Mail an die Hausverwaltung. Dadurch lassen sich Inhalt und Zeitpunkt der Meldung später nachweisen. Reagiert die Hausverwaltung nicht, ist das zuständige Bauordnungsamt eine weitere Anlaufstelle.
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Vermeiden Sie Brandrisiken und halten Sie den Weg zur Wohnungstür frei. Prüfen Sie Ihre Rauchwarnmelder regelmäßig, halten Sie elektrische Geräte in einem sicheren Zustand und stellen Sie ein geeignetes Löschmittel für Entstehungsbrände bereit. Die Einrichtung der Wohnung darf die schnelle Selbstrettung nicht behindern.
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Brand- und Rauchschutztüren verhindern die schnelle Ausbreitung von Feuer und Rauch. Sie halten dadurch die Flucht- und Rettungswege länger passierbar. Es ist daher verboten, selbstschließende Rauch- und Brandschutztüren mit Keilen, Stricken oder anderen Hilfsmitteln offenzuhalten.
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Flure und Treppenräume bilden die vorgesehenen Rettungswege und dürfen nicht durch Möbel, sperrige Gegenstände oder andere Brandlasten beeinträchtigt werden. Brennt oder verraucht dieser Bereich, kann der Rettungsweg unpassierbar werden. Auch die Fluchtwege innerhalb der Wohnung sollten frei gehalten werden.
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Wenige Atemzüge Brandrauch können bereits tödlich sein. Eine besondere Gefahr ist das sehr giftige Kohlenstoffmonoxid, das weder gerochen noch geschmeckt werden kann. Deshalb darf ein stark verrauchter Flur oder Treppenraum nicht als Fluchtweg benutzt werden.
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Ist ein Löschversuch ohne Eigengefährdung nicht möglich, schließen Sie möglichst die Tür zum brennenden Raum und weitere Zimmertüren. Verlassen Sie die Wohnung und ziehen Sie die Wohnungstür hinter sich zu, damit sich der Brandrauch nicht in den Flur ausbreitet. Rufen Sie 112 an, warnen Sie unmittelbar angrenzende Nachbarn und erwarten Sie die Feuerwehr am Hauseingang.
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Nein, im Brandfall ist der Aufzug tabu. Brandrauch kann in den Aufzugsschacht eindringen, und der Aufzug könnte in die Brandetage fahren oder dort stehen bleiben. Verlassen Sie das Gebäude ausschließlich über ein sicher rauchfreies Treppenhaus.
Einzige Ausnahme: spezielle Evakuierungsaufzüge.
Details zum richtigen Verhalten mit Aufzügen erfahren Sie im Abschnitt 2.1 c des verlinkten Fachartikels.
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Wenn es brennt oder man aus anderen Gründen die Wohnung sehr schnell verlassen muss, bleibt keine Zeit, wichtige Dokumente, Nachweise zusammen zu suchen. Nicht immer kann man danach wieder in die Wohnung zurück.
Eine analoge oder digitale Dokumentenmappe im griffbereiten Notfallrucksack kann das Leben nach einer ausgebrannten Wohnung sehr erleichtern. Hier finden Sie eine Anregung zur Zusammenstellung.
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Wenn es brennt oder man aus anderen Gründen die Wohnung sehr schnell verlassen muss, bleibt keine Zeit wichtige Dokumente, Nachweise, Kleidung, Schlüssel und Geld zusammen zu suchen und mitzunehmen. Nicht immer kann man danach wieder in die Wohnung zurück. Ein griffbereiter Notfallrucksack kann die nächsten Tage außer Haus sehr erleichtern. Vorausgesetzt, er ist gut gepackt. Hier finden Sie eine Anregung, was alles ins Notgepäck gehört.
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Durch das in Deutschland angewandte Prinzip der baulichen Abschottung soll ein Feuer möglichst lange auf die Brandwohnung begrenzt bleiben. Wände und geschlossene Brand- oder Rauchschutztüren verzögern die Ausbreitung von Feuer und Rauch in benachbarte Wohnungen und andere Geschosse. Dadurch ist der Verbleib in der rauchfreien Wohnung sicherer, als der Fluchtversuch durch ein bereits mit hochgiftigen Brandgasen verrauchten Flur oder Treppenraum.
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In Hochhäusern sind für die Selbstrettung ausschließlich bauliche Rettungswege vorgesehen. Das Gebäude verfügt entweder über zwei voneinander unabhängige Treppenräume oder über einen besonders geschützten Sicherheitstreppenraum. Eine reguläre Rettung der Bewohner über Feuerwehrleitern ist aufgrund der Höhe und der großen Personenzahl nicht Teil der baurechtlichen Rettungswegplanung.
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Brandschutz in Hochhäusern basiert in Deutschland auf dem Konzept der Abschottung mit baulichen und technischen Vorkehrungen, die in Teil 1 des verlinkten Fachartikels erläutert werden. Diese Vorbereitungen ermöglichen der Feuerwehr eine besondere Feuerwehr-Einsatztaktik, die in Teil 2 erläutert wird.
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Hochhausfassaden brennen extrem schnell, wenn ungünstige brennbare Materialkombinationen, physikalische Effekte und eine ständige Luftzufuhr das Feuer rasant nach oben treiben können. Aus diesem Grund gibt es in den Landesbauordnungen in Deutschland sehr konkrete Vorschriften zur baulichen Ausführung von Hochhäusern, die genau das verhindern sollen.
Dies ist durch die jeweiligen Gesetze der Bundesländer geregelt. Meistens ist der Eigentümer/Vermieter für die Rauchwarnmelder verantwortlich. Für die Einhaltung des Brandschutzes ist der Eigentümer/Betreiber des Hochhauses verantwortlich, der mit der Aufgabe meist eine Hausverwaltung beauftragt.
Mehr Informationen erhalten Sie in unseren verlinkten Fachartikeln.
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Die Brandursachen unterscheiden sich nicht grundlegend von anderen Wohn- oder Bürogebäuden. Lesen Sie hierzu die Artikel „Brandrisiken in Privathaushalten“ und „Brandrisiko Küchengeräte“.
Im Hochhaus und anderen mehrgeschossigen Gebäuden wird allerdings der Ausfall des Treppenhauses durch Verrauchung ein großes Problem. Insbesondere durch vorsätzliche oder fahrlässige Feuerlegung in Kellerbereichen, Fluren oder Treppenhäusern. Das Problem verschärft sich, wenn selbstschließende Brand- und Rauchschutztüren verbotswidrig von den Bewohnern offengehalten werden und die betroffenen Menschen sich dann falsch verhalten.
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Elektrischer Strom ist laut Statistiken des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) für rund ein Drittel aller vom IFS untersuchten Brände verantwortlich. Damit stellt die Elektrizität in der IFS-Statistik die größte Einzelbrandursache dar.
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Zu den häufigsten elektrischen Brandverursachern im Haushalt gehören Kühl- und Gefriergeräte (Platz 1), Wäschetrockner (Platz 2), Mehrfachsteckdosen (Platz 3), Geschirrspülmaschinen (Platz 4) und Waschmaschinen (Platz 5).
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Kühlgeräte laufen rund um die Uhr, erzeugen Abwärme und verfügen über bewegliche Teile. Brandgefahren entstehen vor allem durch Hitzestau bei unzureichender Belüftung der Wärmetauscher, veraltete Kühltechnik oder einen dauerhaft laufenden und überhitzten Kompressor, z.B. infolge von Defekten.
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Sorgen Sie besonders bei Einbaugeräten für ausreichende Luftzirkulation hinter dem Gerät. Tauen Sie das Gefrierfach regelmäßig ab und prüfen Sie, dass der Kompressor nicht dauerhaft läuft (Überhitzung). Mangelhafte Altgeräte sollten entsorgt und nicht als Zweitgerät an anderer Stelle weiterbetrieben werden.
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Mehrfachsteckdosen können durch den gleichzeitigen Betrieb mehrerer leistungsstarker Geräte (z. B. Wasserkocher, Kaffeemaschine, Toaster) elektrisch überlastet werden. Zudem können minderwertige Verarbeitung, Alterung oder abgeknickte Kabel zu gefährlichen Übergangswiderständen und Hitzeentwicklungen führen. Mehrfachsteckdosen liegen, einmal beschafft, häufig jahrelang unbeobachtet hinter oder unter Möbelstücken. Ein Schmorbrand fällt daher meist erst sehr spät auf.
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Achten Sie auf Qualitätszeichen wie das GS-Zeichen und überschreiten Sie niemals die auf der Steckdosenleiste angegebene maximale Gesamtleistung. Mehrere Steckdosenleisten dürfen nicht hintereinandergeschaltet werden. Prüfen Sie außerdem Gehäuse, Kabel, Stecker und Kontakte auf Beschädigungen oder Schmauchspuren.
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Laden Sie Lithium-Ionen-Batterien auf einer nicht brennbaren Unterlage, unter Aufsicht und nach den Herstellerangaben. Verwenden Sie das Ladegerät des Akku- beziehungsweise Geräteherstellers. Defekte Batterien oder ungeeignete Kombinationen aus Batterie und Ladegerät können einen Thermal Runaway auslösen. Dies ist eine sich unaufhaltsam selbst verstärkende chemische Reaktion, die schlagartig extreme Hitze, giftige Rauchgase und Flammen freisetzt. Je höher der Ladezustand und die Batteriekapazität sind, desto heftiger ist die Reaktion. Bringen Sie sich nicht in Gefahr, alarmieren Sie die Feuerwehr über die 112, verlassen Sie nach Möglichkeit den Raum und schließen die Tür.
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Lithium-Ionen-Batterien enthalten in ihren Zellen alle Voraussetzungen für einen Verbrennungsprozess. Die Zellen benötigen somit keine Sauerstoffzufuhr aus der Umgebung. Die kompakte Bauweise, der explosionsartige Abbrand, umherfliegende Splitter, extreme Hitze und gefährliche, teils hochgiftige Brand- und Zersetzungsgase erschweren Löschversuche. Dadurch besteht eine erhebliche Eigengefährdung.
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Nein. Die Sicherung, genauer der Leitungsschutzschalter, ist auf die feste Elektroinstallation der Wohnung ausgelegt. Wird eine schwächer dimensionierte Mehrfachsteckdose angeschlossen und überlastet, oder kommt es zur Erhitzung aufgrund von lokalen Kontakt-/Übergangswiderständen, kann die Abschaltung für die Steckdosenleiste zu spät erfolgen.
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Ja. Auch ausgeschaltete Geräte können weiterhin unter Spannung stehen, solange ihr Netzstecker eingesteckt ist. Bei einem inneren Bauteildefekt kann es zu einem Fehlerstrom, starker Erwärmung und schließlich zu einem Brand kommen.
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In Elektrogeräten sind in der Regel einpolige Geräteschalter verbaut, die nur eine der beiden Stromkreisleitungen unterbrechen. Je nachdem, wie der Schutzkontaktstecker in der Steckdose steckt, kann deshalb im ausgeschalteten Gerät weiterhin die volle Netzspannung anliegen. Ausgeschaltet bedeutet somit nicht zwangsläufig spannungsfrei.
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Die sicherste Methode ist das Ziehen des Netzsteckers. Alternativ kann eine zweipolig schaltende Steckdose oder Steckdosenleiste verwendet werden, weil sie beide stromführenden Leiter unterbricht. Bei einem Wasserkocher mit Aufsteckplatte kann der Wasserkocher außerhalb der Benutzung von der weiterhin angeschlossenen Platte genommen werden. Das reduziert das Risiko.
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Ein einpoliger Schalter trennt nur einen Leiter. Abhängig von der Ausrichtung des Steckers kann das angeschlossene Gerät intern weiterhin unter Spannung stehen. Ein zweipoliger Schalter unterbricht beide Leiter und stellt dadurch die Spannungsfreiheit im angeschlossenen Gerät her.
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Nein. Ein Fehlerstrom-Schutzschalter schützt vor gefährlichen Körper- und Fehlerströmen gegen Erde. Eine thermische Überlastung durch zu viele Verbraucher oder den Defekt einer internen thermischen Abschaltung kann er jedoch nicht verhindern. Gegen das Brandrisiko eines Gerätes mit defekter thermischer Abschaltung hilft nur die vollständige Netztrennung durch Ziehen des Netzsteckers oder die Unterbrechung der beiden stromführenden Leiter durch eine zweipolig schaltende Steckdose.
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Addieren Sie die angegebenen Wattleistungen aller Geräte, die gleichzeitig betrieben werden sollen. Die Summe darf weder die auf der Mehrfachsteckdose angegebene Maximalleistung noch die zulässige Gesamtleistung des verwendeten Stromkreises überschreiten. Berücksichtigen Sie dabei auch weitere Geräte, die gleichzeitig an demselben Stromkreis betrieben werden.
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Zur überschlägigen Berechnung wird der auf dem Sicherungsautomaten angegebene Bemessungsstrom in Ampere mit der Netzspannung von 230 Volt multipliziert. Bei einem mit B16 gekennzeichneten Sicherungsautomaten ergibt sich beispielsweise eine Leistung von 3.680 Watt. Entscheidend ist die Gesamtleistung aller gleichzeitig an diesem Stromkreis betriebenen Geräte.
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